Knochenaufbau

Knochenaufbau

Der Knochenaufbau ist eines der schwierigsten und zugleich wichtigsten Kapitel in der Implantologie. Es gibt mehrere Arten von Knochenaufbau.

Knochenaufbau aus Fremdmaterial

  • Fremdmaterial, welches chemisch erzeugt wird = Hydroxylapatite
  • Fremdmaterial aus denaturiertem organischen Gewebe = Bio Oss

Knochenaufbau aus Eigenmaterial

  • Knochen aus dem Kieferbereich - Entnommen mit der Knochenstanze oder dem Knochen-Kern-Bohrer.
  • Knochen aus der Hüfte
  • Knochen aus Knochenzellen

Welches Knochenmaterial ist das Beste?

Die Besten Ergebnisse werden mit Hydroylapatiten in besonderen Bereitungen und Eigenknochen aus dem Kiefer erzielt. Fremdmaterial aus denaturiertem organischen Gewebe verwenden wir nur auf besonderen Wunsch (Abstossungsdiskussion). Eigenmaterial aus der eigenen Hüfte verwenden wir nur in absolut seltenen Extremsituationen – der Hüftknochen nämlich schrumpft um die Hälfte und hat ein hohes Infektionsrisiko Knochen aus Knochenzellen ist in der wissenschaftlichen Erprobungsphase, die Ergebnisse bisher sind ermutigend.

Was wird bei uns bevorzugt?

Über die Jahre die besten, deutlich die besten Ergebnisse ( Verlust des Knochenaufbaues nur in 5 % der Fälle) haben wir mit Nano-Bone, also besonders aufgearbeitetem ß-Hydroxylapatit zu welchem wir Eigenblut oder gewonnenen Kieferknochen mischen.

Wann gelingt der Kieferknochenaufbau? Wie geht das eigentlich?

Kieferknochen wird durch ein Gemisch von Hydroxylapatit und Eigenknochen aufgebaut. Das am Kiefer liegende schwammige Gemisch aus Fremdknochen und Eigenknochen verklebt auf dem Knochen. In das Gemisch wachsen Gefässe ein, der Fremdknochen wird sozusagen von neuem, eigenen Knochen umbaut – das dauert seine Zeit. Je nach Funktion, Knochenlage und Konstitution des Patienten dauert der Umbau 8 Wochen bis 36 Wochen. Unserer Erfahrung ist der neue Knochen meist nach 12 Wochen belastbar und dann in der Funktion nach 36 Wochen, also mehr als einem halben Jahr, fest durchbaut.

Wichtig:

Das Implantat hält nicht im Fremdknochen, sondern im Restknochen und durchbaut sich mit neuem Knochen im Laufe der Einheilzeit oder späteren Funktion.

Knochenaufbau – Was funktioniert nicht?

Wir haben noch nie gesehen, dass Fremdknochen auf dem Unterkiefer anwächst, wenn dieser nur aufgelegt wird. Er heilt nur an, wenn Kunstknochen oder Hüftknochen als Block mit Schrauben fixiert wird oder so aufgebracht wird, dass die obere Schicht des Kiefers mit Blutungslöchern versehen wurde und der Fremdknochen unter die intakte Knochenhaut gelegt wurde.

Knochenaufbau – unser Spezialverfahren

Im Unterkiefer untertunneln wir das intakte Periost, also die Knochenhaut derart, dass gerade dort, wo der Knochen fehlt, der neue Fremdknochen oder Eigenknochen eingebracht wird. Durch diese Technik ist die Blutversorgung des neu zu bildenden Knochen gesichert, es kann zu keiner Infektion kommen und es wird nur soviel Knochen benötigt, wie eben nötig ist. Das Tunnelverfahren erlaubt auch die Stanzung für das Implantat, ideal für ältere Patienten und vor allen Dingen Patienten mit Gerinnungsmedikamenten.